In den letzten Wochen kam es in Sandweier zu einer Häufung von Einbrüchen und Diebstählen. Nach Meldungen der Polizei kam es seit dem 20.11.25 zu drei Einbrüchen in der Ahorn-, der Nelken- und der Mahlbergstraße.
Das Schema war dabei immer das gleiche: Die Täter dringen über die Terassentür ein, durchsuchen das Objekt und flüchten kurze Zeit später wieder. Über das ganze Jahr meldete das Polizeipräsidium Offenburg im Dorf sogar sieben Einbrüche. Aber auch in der ganzen Region ist das Einbruchsgeschehen derzeit hoch: „Die derzeitige Situation bei Wohnungseinbrüchen im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg ist herausfordernd“, so Nico Schuster, kriminalpolizeilicher Leiter der Kriminalpolizeidirektion Offenburg. Man sei derzeit mit starken Kräften in betroffenen Wohngebieten unterwegs und führe stetig Kontrollen durch. So wurden in der letzten Woche z.B. Schwerpunktkontrollen in Bietigheim, Wintersdorf und Iffezheim durchgeführt und auch in der nächsten Zeit weitergeführt.
Schuster weist aber auch darauf hin: „Wir sind aber auch auf die Aufmerksamkeit von Nachbarn, von Spaziergängern und anderen Zeugen angewiesen. Seien sie besonders sensibel und melden über Notruf ‚110‘ jede kleineste Beobachtung, die ihnen verdächtig vorkommt und uns weiterhelfen könnte.“ An dieser Stelle ein Tipp vom Autor aus Erfahrung: Haben Sie keine Angst, „falsch“ die Polizei anzurufen! Wenn Sie sich bei einer Beobachtung nicht sicher sind, sagen Sie das beim Anruf unter 110 einfach dazu! Der Beamte am anderen Ende wird mit Ihnen zusammen die Situation dann bewerten. Die verbreitete Angst „wenn da nichts ist, muss ich den Einsatz bezahlen“ stimmt nicht! Das passiert nur bei Missbrauch von Notrufen und nicht versehentlichen Fehlalarmen.
Außerdem weist die Polizei erneut auf Möglichkeiten hin, wie man sich vor Einbrüchen schützen kann (siehe unten). Außerdem bietet die Polizei zusammen mit Partnern unter www.k-einbruch.de Tipps, wie man den Einbruchschutz zu Hause verbessern kann.
Lassen Sie uns gerade im Moment also etwas aufmerksamer sein, was seltsame Beobachtungen auf oder an den Grundstücken der Nachbarn angeht. Begeben Sie sich aber nicht in Gefahr, sondern alarmieren Sie immer die Polizei.
Hier nun noch die Tipps der Polizei:
„1. Alarmieren Sie bei verdächtigen Wahrnehmungen unbedingt und schnellstmöglich über Notruf die Polizei (110).
2. Halten Sie die Hauseingangstür auch tagsüber geschlossen. Öffnen Sie auf Klingeln nicht bedenkenlos und zeigen Sie gegenüber Fremden ein gesundes Misstrauen. Nutzen Sie den Spion und den Sperrbügel (Türspaltsperre).
3. Verschließen Sie die Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit. Vorsicht! Gekippte Fenster sind offene Fenster und sind von Einbrechern leicht zu öffnen. Lassen Sie nachts die Rollläden herunter. 4. Schließen Sie Wohnungseingangstür immer zweifach ab, auch wenn Sie Haus oder Wohnung nur kurzzeitig verlassen. Ziehen Sie die Tür nicht einfach nur ins Schloss.
5. Wechseln Sie umgehend den Schließzylinder aus, wenn Sie Ihren Schlüssel verloren haben.
6. Verstecken Sie Ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen, denn Einbrecher kennen jedes Versteck.
7. Ihre Wohnung sollte einen bewohnten Eindruck vermitteln, auch wenn Sie länger abwesend sind. Rollläden sollten nur zur Nachtzeit geschlossen sein. Lassen Sie bei längerer Abwesenheit den Briefkasten leeren und die Rollläden tagsüber hochziehen.
8. Lassen Sie bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel nicht innen stecken.
9. Organisieren Sie eine aktive Nachbarschaftshilfe: Sprechen Sie mit den Bewohnern Ihres Hauses und in den Nachbarhäusern über Sicherheit.
10. Tauschen Sie mit den Nachbarn im Wohnblock oder in der Straße Telefonnummern und Erreichbarkeit aus.
11. Bieten Sie Senioren aus Ihrer Nachbarschaft an, Sie anzurufen, wenn Fremde in deren Wohnung wollen.
12. Halten Sie im Mehrfamilienhaus den Hauseingang auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner betätigen.
13. Versuchen Sie niemals Einbrecher festzuhalten. Prägen Sie sich lieber Aussehen oder Fahrzeug und Kennzeichen ein und verständigen Sie dann sofort die Polizei (110).
Weitere Informationen zu Verhaltenstipps und zu geeigneter Sicherungstechnik erhalten Sie auch im Internet unter: www.k-einbruch.de .“
Artikel: M. Sch.
Quellen: Pressemeldungen des Polizeipräsidiums Offenburg via presseportal.de